Lithium-Ionen-Akkus richtig lagern – Bränden vorbeugen


Die Brandgefahr, die von ihnen ausgehen kann, ist bekannt, immer wieder hören wir von brennenden oder gar explodierenden Akkus. Doch was beim Lesen dieser Nachrichten oftmals ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass die Akkus selbst, in den seltensten Fällen das Problem waren. Vielmehr sind häufiger eine falsche Lagerung und Pflege die Ursache von Bränden. In diesem kurzen Artikel möchten wir Sie über die Brandgefahren von Lithium-Ionen-Akkus aufklären und Ihnen einige Tipps für die Lagerung, speziell über den Winter, geben.

Die häufigste Ursache für eine Akkubrand sind mechanische Beschädigungen. Dadurch kann es im Inneren des Akkus zu einem Kurzschluss kommen, welcher der Beginn des sogenannten „Thermal-Runaway“ darstellt. Ausgelöst durch den Kurzschluss, wird hier innerhalb kürzester Zeit eine derart große Menge an Energie freigesetzt, dass sich die Bauteile des Akkus völlig unkontrolliert erhitzen und es nach kürzester Zeit zum Brand kommt. Diese Reaktion lässt sich dann auch nicht mehr ohne Weiteres stoppen. Auch herkömmliche Löschversuche sind dann kaum noch möglich.

Deshalb sollten Sie heruntergefallene oder augenscheinlich beschädigte Akkus, fachgerecht entsorgen und ersetzen. Doch auch beim Lagern und Laden sind einige Dinge zu beachten.

Für das Aufladen sollten immer nur vorgesehene Ladegeräte verwendet werden. Moderne und hochwertige Akkus, sowie Ladegeräte, verfügen außerdem über eine sogenanntes Batteriemanagementsystem (BMS). Ein „Überladen“, welches den Akku beschädigen könnte, kann dadurch nicht mehr stattfinden. Das heißt, egal wie lange Sie den Akku am Netz lassen, das BMS wird bei Erreichen der vollen Kapazität den Ladevorgang unterbrechen und von diesem Zeitpunkt an nur noch den 100%igen Ladezustand halten.

Gerade über Winter, wenn das Fahrrad unter Umständen längere Zeit nicht genutzt wird, sollten Akkus bei Raumtemperatur (ca. 20°C) an einem absolut trockenen Ort gelagert werden. Nicht empfehlenswert ist hier die unbeheizte, kalte Garage. Suchen Sie sich also einen trockenen Raum und lagern Sie die Akkus abseits von entflammbaren Materialien, da sich der Akku beim Ladevorgang stark erwärmen kann. Achten Sie außerdem darauf, dass der Raum in dem die Akkus geladen werden nach Möglichkeit über einen Rauchmelder verfügt. Zudem gilt, der ideale Ladezustand für längere Aufbewahrungszeiten liegt zwischen 30 % und 70 % oder bei zwei bis drei LEDs auf der Akku-Ladestandsanzeige, abhängig von der Machart des Akkus.

Quelle: Institut für Schadenverhütung

Zusammengefasst gilt, E-Bike-Akkus sollten:

  • Nur mit den vorgesehenen Ladegeräten aufgeladen werden
  • Trocken sein und Raumtemperatur haben
  • Während des Ladevorgangs nicht auf oder neben brennbaren Materialien liegen
  • In einem Raum aufgeladen werden der über einen Rauchmelder verfügt
  • Bei Beschädigungen umgehend ausgetauscht und fachgerecht entsorgt werden

Doch bei allen Maßnahmen ist höchste Vorsicht geboten, denn fängt ein Akku tatsächlich an zu brennen, hilft nur: Finger weg und die Feuerwehr anrufen!