B 110 – Flächenbrand groß an der L 401 / K 39


Einsatz-Nummer:B 110
Datum:24.07.2019
Alarmierung:18:39
Einsatzende:20:18
Einsatz-Stichwort:Flächenbrand groß

Aufgrund von Funkenschlag bei Erntearbeiten durch einen Mähdrescher, wurde ein Getreidefeld in Brand gesetzt. Der Landwirt versuchte geistesgegenwärtig mit einem Feuerlöscher die Flammen einzudämmen, alarmierte jedoch auch richtigerweise sofort die Feuerwehr.
Die Einheiten Sippersfeld, Breunigweiler, Steinbach und Winnweiler rückten aus. Da die Löschversuche des Landwirtes nicht von Erfolg gekrönt waren, breitete sich das Feuer rasant aus und bedrohte u.a. unmittelbar eine nahe gelegene Halle.
Auf der Anfahrt war bereits eine große Rauchsäule zu sehen, weshalb der Einsatzleiter direkt Tanklöschfahrzeuge der Wehren Enkenbach-Alsenborn, Göllheim, Rockenhausen und Kirchheimbolanden nachalarmierte. Ebenso wurde mit einem weiteren Unimog-TLF die Wehr Falkenstein alarmiert sowie die Feuerwehr Lohnsfeld, um in Langmeil eine Wasserentnahmestelle für die Tanklöschfahrzeuge herzurichten. Die Feuerwehren Gonbach und Münchweiler unterstützten ebenso den Einsatz.

Beim Eintreffen stand auf einer Breite von ca. 150 m das Feld in Brand und lief zum einen auf die angrenzende Halle zu und zum anderen sehr schnell in das noch nicht abgeerntete Feld hinein. Die Flammenhöhe erreichte mehrere Meter.
Der Brand konnte durch das schnelle und entschlossene Vorgehen der ersteintreffenden Kräfte unter Kontrolle gebracht werden. Insbesondere war der Einsatz eines Wasserwerfers des Tanklöschfahrzeuges (TLF 24/50) im Fahrbetrieb entscheidend, sowie die Erhaltung der Beweglichkeit der weiteren abgesessenen Kräfte, welche das Feuer von der Flanke angriffen.
Ein Übergriff auf die Halle konnte verhindert werden, ebenso eine signifikante weitere Ausbreitung auf die weitere Ackerfläche, welche mehrere Hektar umfasst hätte.
Die nachalarmierten Tanklöschfahrzeuge wurden dennoch im Rahmen der Nachlöscharbeiten eingesetzt.
Auch zum Einsatz kamen jüngst beschaffte Wasserrucksäcke.
Ebenso unterstützte der Landwirt die Arbeiten durch umpflügen der Brandflächen.
Abgebrannt sind ca. 10 000 m².

Ein Feuerwehrangehöriger musste kurzzeitig medizinisch versorgt werden, da er Kreislaufprobleme hatte.
Der Brandschutz-Rettungswagen des DRK war an der Einsatzstelle, ebenso wie die Polizei.

Der Einsatz stellte wiederholt die Kräfte aufgrund der Witterung vor großer Herausforderung, da die aktuelle Wetterlage nicht nur immense körperliche Belastungen hervorruft, sondern eben auch eine rasante Brandausbreitung in sehr hohem Maße begünstigt.