H 093 – Verkehrsunfall A 63 – Fahrtrichtung Kaiserslautern


Einsatz-Nummer: H 093
Datum: 03.07.2019
Alarmierung: 07:23
Einsatzende: 08:45
Einsatz-Stichwort: Verkehrsunfall A 63

Die Feuerwehr Winnweiler wurde zu einem Verkehrsunfall auf die A 63 zwischen der Anschlussstelle Winnweiler und Sembach alarmiert.
In diesem Bereich war jedoch nichts festzustellen. Die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern informierte darüber, dass auf der A 6, zwischen dem Autobahndreieck-Kaiserslautern und Kaiserslautern West ein schwerer LKW-Unfall mit eingeklemmter Person wäre und es sich wohl um einen Folgeunfall im Rückstau handelte.
Daher fuhr der Einsatzleitwagen (ELW 1) und das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 1 (HLF 1) über die Anschlussstelle Sembach hinaus, während die restlichen Einsatzkräfte dort in Bereitstellung blieben.
Da bis zur Abfahrt am Dreieck Kaiserslautern wiederum keine Feststellung war, fuhren die beiden Einsatzfahrzeuge auch die Tangenten zur A 6 ab und trafen dann auf den Rückstau.
In diesem war ebenfalls keinerlei Unfallgeschehen wahrzunehmen. Die Anfahrt wurde durch eine in Teilen nicht ausgebildete Rettungsgasse erschwert. Insbesondere LKW, welche die beiden rechten Fahrspuren blockierten, waren hier ein Problem.
Schließlich wurde die Einsatzstelle mit den beiden LKW erreicht. Die Berufsfeuerwehr Kaiserslautern befreite gerade den eingeklemmten LKW-Fahrer. Eine Unterstützung durch die FW Winnweiler war nicht erforderlich. Ebenfalls waren Polizeikräfte, der Rettungsdienst und ein Rettungshubschrauber an der Einsatzstelle. Nachdem letzterer nach wenigen Minuten gestartet war, fuhren die Einsatzfahrzeuge der FW Winnweiler auf der A 6 weiter. Nach ca. einem km wurde eine Einsatzstelle erreicht, welche sich ca. 500 m vor der Abfahrt Kaiserslautern West befand. Hier war ein PKW mit einem Wohnwagengespann kollidiert, der Wohnwagen lag quer. Kräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und ein weiterer Rettungshubschrauber waren bereits vor Ort.
Von den Alarmierungsinformationen her war dies wohl die Einsatzstelle, wegen der die FW Winnweiler ursprünglich alarmiert wurde. Eine unklare Ortsangabe hat zu der falschen Alarmierung geführt.
Tätigkeiten von Seiten der Feuerwehr waren hier nicht mehr erforderlich.
Die Einheiten kehrten zum Standort zurück.

Anmerkung: 
Der Einsatz zeigt wie wichtig eine präzise Ortsangabe, gerade bei Vorfällen auf der Autobahn ist.
Viele Verkehrsteilnehmer können ihren genauen Standort beim Notruf der Leitstelle nicht genau mitteilen. Einige wissen nicht mal grob in welchem Bereich sie sich befinden (“..vor einer Dreiviertelstunde an Frankfurt vorbei…”).
Eine gute Hilfe sind hier immer die Kilometerangaben am Fahrbahnrand, welche alle 500 m zu finden sind. Diese ermöglichen Rettungskräften, kombiniert mit der Fahrtrichtung, eine präzise Zuordnung.
Ferner bieten auch das Navigationssystem und Smartphones die Option den genauen Standort zu ermitteln. Die Auswertung von GPS-Koordinaten (erhältlich über Navi oder Smartphone – bspw. Google-Maps) ist der Leitstelle ebenfalls möglich.


(Foto Autobahnkilometer-Schild: Wikipedia / Hubert Berberich)