Feuerwehrabend der VG Winnweiler


Für die Verbandsgemeindefeuerwehr Winnweiler wird es ein Rekordjahr geben. Dies sagte Wehrleiter Christian Füllert beim Feuerwehrabend der Wehrleute in der Gemeindehalle in Gehrweiler. Neben einem Rückblick auf das bald auslaufende Jahr gab es Beförderungen und Ehrungen.

“Derzeit liegen wir bei 217 Einsätzen“, informierte Füllert. Im bisherigen Rekordjahr 2016 kam die Verbandsgemeindefeuerwehr auf 186 Einsätze. Das hat auch seinen Grund, sagte der Wehrleiter und verwies auf die vielen Einsätze im Zusammenhang mit den Unwettern. Dabei waren die Wehrleute nicht nur im eigenen Hoheitsgebiet aktiv, sondern auch und überwiegend in der Nachbarschaft bis nach Kaiserslautern. Besonders groß war auch der Anteil an Flächenbränden in diesem Sommer, was Füllert auf die lange Trockenperiode und Hitze zurückführt. Zugenommen haben auch die allgemeinen Hilfe, wobei es sich hier oftmals um die Unterstützung anderer Rettungseinheiten, wie den Rettungsdienst handelt.

Der Verbandsgemeindefeuerwehr mit all den Ortsfeuerwehren gehören derzeit 270 Wehrleute an. Übungs- und Einsatzstunden aller Einsatzkräfte hat er auf 135.000 Stunden hochgerechnet. Etliche Einsätze hatte die Drohneneinheit, die auch über die Kreisgrenzen hinaus im Einsatz war.

Gerade bei Personensuchen habe sich dieses Gerät und die Mannschaft bewährt. Ziel sei es, so der Wehrleiter, die Feuerwehr auf eine gute Grundlage zu stellen, um all den vielen Aufgaben gerecht zu werden.

Bescheinigt hat er den Wehrleuten eine hohe Motivation und die basiere auch auf einem hohen Ausbildungsstand. Damit könne man in der Gemeinschaft auch einiges nach Vorne bewegen.

In seinen Begrüßungsworten betonte Bürgermeister Rudolf Jacob, dass sich diese Art des Feuerwehrabends mit Ernennungen und Ehrungen bewährt habe, weshalb man auch im fünften Jahr diesen Schritt ging. Er dankte der Ortsgemeinde Gehrweiler für die Überlassung der Gemeindehalle zu diesem Zweck. Es habe schon einen Grund, weshalb die Verbandsgemeindefeuerwehr Winnweiler für einen Kameradschaftsabend in die benachbarte Verbandsgemeinde Rockenhausen ging. Seit der Auslösung der Ortsfeuerwehr Höringen wird der Ort von der benachbarten Ortsfeuerwehr Gehrweiler in der Verbandsgemeinde Rockenhausen mitbetreut.

So lag es nahe, als Anerkennung dieser Wehr die Ausführung des Feuerwehrabends zu übertragen. Gegen Ende der Veranstaltung lobte er die vorbildliche Organisation und Durchführung.

Einen großen Dank richtete Jacob an die Wehrleute, die vorbildlich agieren und mit viel Fachwissen Hab und Gut retten können. Es sei kein einfacher Dienst und rund um die Uhr müssen sie für den Ernstfall bereit stehen. Jedes einzelne Mitglied in den Ortsfeuerwehren habe seine Aufgabe und werde benötigt, was er hoch einschätze. Um optimal arbeiten zu können, ermöglicht die Verbandsgemeinde Winnweiler als Träger des Brand- und Katastrophenschutzes die erforderliche Ausbildung. Der Verbandsgemeinderat stellt den Einheiten die nötigen Fahrzeuge und Gerätschaften zur Verfügung. Jacob erinnerte daran, dass der zuständige Ausschuss den Investitionsplan für die Verbandsgemeindefeuerwehr bis ins Jahr 2025 beschlossen hat, der nun schrittweise umgesetzt wird.

Die Verbandsgemeinde Rockenhausen freue sich über das Vertrauen, das ihr mit der Übertragung des Brandschutzes und der technischen Hilfe für Höringen übertragen wurde, betonte erster Beigeordneter Klaus Gebhardt von der Verbandsgemeinde Rockenhausen. Das verbandsgemeindeübergreifende Zusammenarbeiten funktioniere vorbildlich. Mit ein Grund dafür sei, dass die Ortsfeuerwehr in Gehrweiler mit zwei Angehörigen ausgestattet sei, die in einer Berufsfeuerwehr ihren Dienst tun, so Gebhardt. Nicht unerwähnt ließ Gebhardt, dass die Verbandsgemeinde Winnweiler die Ortswehr in Gehrweiler materiell unterstützt.

Ein Lob an die eigene Wehr gab es von Ortsbürgermeister Bernd Kiefer.

Der aber auch betonte, dass diese Formation die Aufgabe für Höringen sehr gerne übernommen habe und damit ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis praktiziere. Er habe hohe Achtung vor den Leistungen der Wehrmänner. In Gehrweiler wird demnächst ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen. „Die Planungen laufen“, sagte Kiefer. Außergewöhnlich sei, dass es eine Unterkunft mit zwei Stellplätzen geben wird.

Kleine Veränderungen gibt es in den verschiedenen Feuerwehren, die an diesem Abend vollzogen wurden. Auf eigenen Wunsch ist Selina Ritzmann als stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin in Winnweiler aus diesem Dienst ausgeschieden. Zur Nachfolgerin wurde Julia Kötz ernannt. Einen kompletter Wechsel vollzog sich bei der Ortsfeuerwehr Schweisweiler. Dort ist Bernd Gebhardt aus Wehrführer ausgeschieden und zu seinem Nachfolger wurde Patrick Geisweid bestellt. Da dieser bisher Stellvertreter war, wurde Andreas Glock zum neuen stellvertretenden Wehrführer ernannt.  Der Bürgermeister dankte den ausgeschiedenen Funktionsträger für ihre vorbildlich geleistete Arbeit.

Sie hätten über das normale Maß hinaus Dienst am und für den Nächsten geleistet, so Jacob.

Von links: der aussscheidende Wehrführer Bernd Gebhardt, die ausgeschiedene stv. Jugendfeuerwehrwartin Selina Ritzmann, der neue Wehrführer Patrick Geisweid, dessen Stellvertreter Andreas Glock, Wehrleiter Christian Füllert und Bürgermeister Rudolf Jacob

 

Für eine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Brandschutzwesen und der technischen Hilfe gab es das Ehrenabzeichen des Landes in Silber für Simeon Essen, Christian Füllert, Marcel Huschitt und Rudolf Jacob (alle aus Winnweiler) und für Daniel Kubowski aus Steinbach. Die Ehrungen vollzogen Bürgermeister Rudolf Jacob und sein Stellvertreter, der erste Beigeordnete Hubert Weismann. Für den Kreisfeuerwehrverband gratulierte dessen erste Vorsitzende Angela Scholz. Dem offiziellen Teil schloss sich ein geselliges Beisammensein an.

 

Ehrungen für 25 Jahre Feuerwehrdienst: Wehrleiter Christian Füllert, stv. KFI Dominik Gebhardt, die Vorsitzende des KFV Angela Scholz, Marcel Huschitt, Daniel Kubowski, Rudolf Jacob und der 1. VG-Beigeordnete Hubert Weismann

 

 

Ernennung zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau: Sebastian Hofstadt (Imsbach), Julia Kötz (Winnweiler), Simon Scheib (Imsbach), Maximilian Targosch (Winnweiler), Mona Theobald (Sippersfeld), Daniel Zimmermann und Marvin Zimmermann (beide aus Börrstadt);

 

zum Oberfeuerwehrmann/zur Oberfeuerwehrfrau: Moritz Bauer (Münchweiler), Aaron Graf (Gonbach), Celine Meier (Winnweiler), Jens Müller (Gonbach), Michael Schramm (Winnweiler), Daniel Seeberger (Lohnsfeld) und Celina Woll (Winnweiler);

 

zum Hauptfeuerwehrmann/zur Hauptfeuerwehrfrau: Philipp Bauer (Steinbach), Vanessa Bechtloff (Imsbach), Andreas Bies (Gonbach), Ronny Königsamen und Justus Kusserow (beide aus Imsbach), Catalina Müller (Münchweiler), Peter Opp (Steinbach), Christopher Ströhla (Winnweiler) und Marc Zubiller (Imsbach);

 

zum Brandmeister: Kevin Groß (Gonbach); zum Oberbrandmeister: Michael Appel (Münchweiler) und Thorsten Rech aus Winnweiler

 

v.li: der aussscheidende Wehrführer Bernd Gebhardt, die ausgeschiedene stv. Jugendfeuerwehrwartin Selina Ritzmann, der neue Wehrführer Patrick Geisweid, dessen Stellvertreter Andreas Glock, Wehrleiter Christian Füllert und Bürgermeister Rudolf Jacob

Text und Fotos: Rheinpfalz